Herault (F) Mai 2018 part 1

Da es dort viele Höhlen zu betauchen gibt, bin ich schon seit Beginn dieses Jahres einen Ausflug ins Herault am planen und Vorbereiten. Am Montag 28.5.18 habe ich mich mit Sack und Pack auf den Weg gemacht um ein paar Tage dort zu verbringen. Der Wetterbericht war gar nicht so schlecht: Ab und zu etwas leichter Regen mit geringer Möglichkeit auf kurze Gewitter am Abend.

Nach langer Fahrt war ich bei Montpellier durch und weiter in Richtung Saint Maurice de Navacelles. Nach einer etwas abenteuerlichen Fahrt der Schlucht des Vis entlang bin ich so gegen 18.00 bei einem unheimlichen Haus angekommen wo ich sogleich mein Camp aufgebaut habe. Danach musste ich ca. 3Km zurückfahren um wieder Handyempfang zu haben um meiner Frau bescheid zu geben das ich angekommen bin.

Zurück im Camp und voller Vorfreude auf die langersehnten bevorstehenden Tage habe ich den Grill angezündet und ein schönes Bier aufgemacht. Etwas gruselig war es schon so alleine im Wald neben einem unbewohnten Haus das einem Horrorfilm entspringen könnte. Mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt und bin am späteren Abend ins Auto schlafen gegangen. So gegen 3.00 bin ich von der Alarmanlage meines Autos geweckt worden. Knapp einer Herzinfarkt entkommen bin ich nachdem ich mich vergewissert habe dass da niemand war, nach ca. 30min Beruhigungszeit wieder eingeschlafen.

Am nächsten Morgen wurde ich von Vogelgezwitscher geweckt, was gibt es besseres? Morgenessen und Kaffee gemacht. Dann fing es an leicht zu Regnen. Dann stärker und stärker und noch viel stärker.

Als der Regen wieder weniger wurde habe ich meinen Regenmantel angezogen und bin den Quelltopf der Gourneyras erkunden gegangen. Nach einem steilen Abhang habe ich diesen auch schnell gefunden. Es fing natürlich wieder stärker an zu Regnen. ich war von innen nass vom schwitzen und von aussen vom Regen. Donner und Blitz! Schnell zurück ins Camp. Dort angekommen entlud sich schon mal das erste heftige Gewitter. Ich habe sogleich meinen zweiten Satz trockene Kleider angezogen. Der Himmel veränderte sich langsam von Dunkelrau zu Schwarz. Donnergrollen. Kurz nach Mittag nach weiteren Gewitter habe ich mich entschlossen zurück nach Hause zufahren da ich nur noch einen letzten kompletten Satz trockene Kleider hatte und keine Möglichkeit die anderen zu trocknen. Keine 30 Sekunden nachdem ich alles in den Hänger geschmissen habe und ins Auto gestiegen war kam ei Höllen Wolkenbruch. Die ganze Heimfahrt bis Lyon wurde mit heftigsten Gewitter begleitet und ich war sehr froh über meinen entscheid das ganze abgeblasen zu haben denn es hatte noch die ganze Woche geregnet und war kalt. Den Rest von meinen freien Tagen war ich natürlich zur krönung mit einer starken Erkältung im Bett. Ha,ha.


Nun gut: Fortschritt besteht ja bekanntlich aus vielen kleinen Rückschlägen!

Der nächste trip ins Herault ist bereits in Planung, Aufgeben tut man höchstens einen Brief ;-)