Höhlentauchen Ostern 2016 in der Ardéche (FR)

Conny und ich fuhren über die Ostern in die Region Ardéche in Frankreich um ein paar gepflegte Tauchgänge zu machen. Am Karfreitag fuhren wir mit dem glauben los, dass es in diese Richtung keinen Stau gäbe. Leider Stau, etwas später als geplant sind wir dann in Bourg saint Andéol angekommen. Zuerst sind wir die beiden bekanntesten Höhlen in der Gegend mal besichtigen gegangen. Die Goul du Pont und die Goul de Tannerie liegen mitten in der Stadt in einem schönen Park ca. 150m voneinander entfernt sehr komfortabel. Danach sind wir in unser Hotel das nicht weit vom Park entfernt ist. Zimmer beziehen und erst mal ein Bier für Papa nach der langen Fahrt. Gut gegessen und müde sind wir früh ins Bett um am Morgen früh an der Höhle zu sein, dass wir einen von den weinigen Parkplätzen haben. Am Samstag wie gesagt, früh los und wir waren sogar die ersten an der Höhle. Das Wetter war absolut perfekt keine einzige Wolke am Himmel. Nachdem wir unser Equipment hochgetragen hatten kamen auch schon die ersten Franzosen um auch in der Goul du Pont zu tauchen. Die Franzosen wie immer sehr nett und freundlich und obwohl wir fast kein Französisch können mit Händen und Füssen haben wir uns dann doch irgendwie verständigt. Claude Sanitas hat mir eine kleine transparente Kunststofflasche in die Hand gedrückt und mich gebeten dass ich ihm einen NIFARGÜS (Niphargus) also eine von den weissen oder braunen Garnelen die in den Höhlen anzutreffen sind, einfangen sollte. Bevor ein Aufschrei durch die Runden geht: Claude Sanitas ist ein Biologe der diverse Ausstellungen über diese Amphipoden hat wie im Muséum d`histoire in Paris, an den Universitäten in Dijon und Lyon. Als ich nach 110min nach einem fantastischen Tauchgang wieder aus der Goul du Pont aufstieg hatte ich einen Niphargus in der Flasche. Das Einfangen während der Deko war ein sehr guter Zeitvertreib. Zuerst versuchte ich einige Male eine von den Garnelen ganz sanft in die Flasche zu scheuchen was aber erfolglos blieb. Ich wollte auf keinen Fall eins von den Tieren Verletzen also habe ich etwas nachgedacht und dann kam mir meinen Lieblingsfisch in den Sinn, der Anglerfisch. Dieser saugt das Wasser der Umgebung ein wenn ein Opfer vor dem Maul ist und saugt somit den Fisch oder was auch immer mit ein. Also drückte ich die Plastikflasche zusammen hielt sie einem Niphargus hin und liess die Flasche schnell los dass sie die ursprüngliche Form wieder erhielt und siehe da die Flasche saugte den Niphargus ein. Als ich Claude die Flasche übergab ist er vor Freude fast umgefallen scheinbar war ich der erste Taucher der ihm einen lebendigen mitgebracht hatte. Nach dem Tauchgang etwas Essen und chillen im Park. Nach einer angemessenen Oberflächenpause sind Conny und ich in der Goul de Tannerie ein zweites Mal abgetaucht und Claude hat mir nochmals eine seiner Flaschen mitgegeben und mir erklärt, dass in den beiden Höhlen nicht die gleiche Art leben soll. Die Höhle ist ebenfalls wunderschön und mit Kristalladern durchzogen. Nach dem Auftauchen wieder die Flasche dem Claude mit einem seinen NIPARGÜS zurückgegeben und somit den Titel Niphargushunter erhalten. Die Gruppe der Franzosen ist durch den Tag recht gross geworden und alle wirklich sehr freundlich, nicht so wie gewisse andere Leute die kaum Hallo oder Bonjour sagen können. Am Abend das gleiche Programm. Wie am Freitagabend, erst ein Bier für Papa dann Essen mit einer wirklich guten Flasche französischen Weins. Nach einer guten Mütze Schlaf, aufstehen und erst einmal feststellen das es regnet, Scheisse! Nach einem guten Morgenessen sind wir dann an die Source de Marnade gefahren. Ebenfalls eine Fantastische Höhle die je weiter mal hinein Taucht umso schöner wird. Im S3 dann umgedreht nochmals im zweiten See die Tropfsteine angesehen und dann wieder hinausgetaucht. Am Nachmittag haben wir dann die Peyraou de Chadouillet gesucht nach Beschreibung in der Ortschaft Chadouillet bei einer Brücke das Bachbett hoch. Wir suchten lange da wir immer wieder eine Vielversprechende Brücke fanden aber es stellte sich immer wieder heraus, dass es die Falsche sein sollte. Da ich nicht so schnell aufgebe und dank Handy und Googlemaps haben wir die Höhle dann doch noch gefunden. Leider war es nun viel zu spät um noch einen Tauchgang zu machen naja aber es gibt ja noch ein nächstes mal. Fazit des Wochenendes: Super tolle Höhlen, sehr nette Leute kennengelernt. Wir kommen ganz sicher wieder!